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Rhabarber: pflanzen, pflegen, ernten

Rhabarber mag einen humusreichen, relativ feuchten Standort.

Vor dem Pflanzen des Rhabarbers im Frühjahr sollte der Boden tief umgegraben und mit Kompost angereichert werden. Leichten Schatten verträgt er, die beste Ernte erzielen Sie jedoch mit viel Sonne. Rhabarber entwickelt charakteristisch große Blätter. Dadurch verdunstet aber auch viel Wasser. Die Pflanzen brauchen daher ausreichend Feuchtigkeit, aber Vorsicht vor Staunässe!

Rhabarber kann über die gesamte Ruhephase verpflanzt und geteilt werden. Meist zwischen November und Februar, sofern der Boden offen ist. Allerdings ist die Entwicklung der verpflanzten Knöterichgewächse besser, wenn Sie bereits im September umpflanzen, sobald die Blätter gelb werden. Die Teilstücke bilden nämlich im warmen Boden schon erste neue Wurzeln. Pflanzen Sie sie an eine sonnige Stelle ohne Wurzelkonkurrenz. Der Starkzehrer möchte frischen Boden und immer reichlich Nährstoffe, durch reichliche Kompostgaben, auch ins Pflanzloch.

Rhabarber ernten

Lassen Sie den Rhabarber nicht blühen, denn sonst steckt die Pflanze ihre gesamte Energie in die Bildung der Blüte statt in die neuer Stiele. Schneiden Sie die Blütenstiele aber nicht ab, sondern drehen Sie sie dazu vorsichtig an der Basis ab.

Traditionell endet die Saison für die dicken Blattstiele zu Johanni am 24. Juni. Rhabarberstauden nutzen die Ruhepause bis zum Herbst. Sie erholen sich und schätzen einen kräftigen Schluck aus der Düngerpulle. Ein organischer oder mineralischer Volldünger lässt sie Reserven für das kommende Jahr sammeln.

Rhabarber enthält viel Vitamin A und C sowie Oxalsäure. Er hat blutreinigende und verdauungsregulierende Wirkung. Rhabarberblätter sind giftig, sie dürfen nicht gegessen werden.

Am besten schmeckt rotstieliger, rotfleischiger Rhabarber, auch Himbeer-Rhabarber genannt. Geschmacklich gut ist auch rotstieliger, grünfleischiger Rhabarber. Grünstieliger, grünfleischiger Rhabarber ist verhältnismäßig sauer, denn er enthält viel Oxalsäure.

Rhabarber teilen

Nach fünf bis zehn Jahren sind Rhabarberstauden meist so dicht, dass zwar viele. aber nur noch ziemlich dünne Stiele wachsen. Sie möchten dann geteilt und an andere Stelle gepflanzt werden. Wenn Blätter und Blattstiele weitgehend eingetrocknet sind, werden die Stauden weiträumig ausgestochen. Dabei möglichst wenige der weichen. fleischigen Wurzeln verletzen. Lassen Sie die Mutterpflanze stehen und stechen Sie mit dem Spaten vorsichtig kleine Teilpflanzen ab.

Rhabarber mag gleichmäßig feuchten, nährstoffreichen Boden mit gutem Wasserabzug.