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Klima und Wetter: Wie entsteht die gefühlte Temperatur?

Die gefühlte Temperatur, auch als „gefühlte Kälte“ oder „gefühlte Hitze“ bezeichnet, ist eine subjektive Wahrnehmung der Temperatur, die von verschiedenen Faktoren abhängt. Wichtig dabei: Die gefühlte Temperatur ist nicht dasselbe wie die tatsächliche Lufttemperatur, die mit einem Thermometer gemessen wird.

Thermorezeptoren der Haut registrieren nicht nur Temperaturen, sondern reagieren auch auf Sonnenstand, Luftfeuchte und Luftbewegung: Meteorologen sprechen vom „Windchill-Effekt“. Er bewirkt, dass wir null Grad Celsius bei der Windgeschwindigkeit 20 Kilometer pro Stunde 5 Grad kälter fühlen.

Auch trockene Luft, Sonne und Windstille täuschen die Sinne: 10 Grad nehmen wir deshalb manchmal als 20 Grad wahr.

Die gefühlte Temperatur wird durch eine Kombination von Umgebungsfaktoren und individuellen Faktoren beeinflusst. Hier sind einige der Hauptfaktoren, die die gefühlte Temperatur beeinflussen können:

  1. Lufttemperatur: Die tatsächliche Temperatur der Umgebungsluft ist ein entscheidender Faktor. Bei niedrigeren Temperaturen fühlt es sich in der Regel kälter an, während höhere Temperaturen als wärmer empfunden werden.
  2. Luftfeuchtigkeit: Die Menge an Feuchtigkeit in der Luft hat einen Einfluss auf die gefühlte Temperatur. Hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu führen, dass es sich schwüler und wärmer anfühlt, während niedrige Luftfeuchtigkeit die Verdunstung von Schweiß erleichtert und eine kühlere Wahrnehmung erzeugt.
    1. Windgeschwindigkeit: Wind kann die gefühlte Temperatur erheblich beeinflussen. Bei Windbewegung wird die wärmende Schicht aus Luft, die den Körper umgibt, schneller abgetragen, was zu einer kühlenden Wirkung führt. Daher kann es sich bei gleichbleibender Lufttemperatur kälter anfühlen, wenn es windig ist.
    2. Sonneneinstrahlung: Die direkte Sonneneinstrahlung kann die gefühlte Temperatur erhöhen. Selbst bei moderaten Lufttemperaturen kann es sich in der Sonne heißer anfühlen, da die Sonnenstrahlen Wärme auf den Körper übertragen.
    3. Persönliche Faktoren: Individuelle Faktoren wie körperliche Aktivität, Kleidung, Fitnesslevel und persönliche Präferenzen können die Wahrnehmung der Temperatur beeinflussen. Menschen mit höherem Aktivitätsniveau oder in geeigneter Kleidung können sich möglicherweise wärmer fühlen, während sitzende oder schlecht bekleidete Personen eher kälter empfinden.
    Es ist wichtig zu beachten, dass die gefühlte Temperatur subjektiv ist und von Person zu Person variieren kann. Während einige Menschen eine bestimmte Temperatur als angenehm empfinden, können andere dieselbe Temperatur als zu warm oder zu kalt empfinden. Daher ist es ratsam, die individuellen Vorlieben und den Komfort jedes Einzelnen zu berücksichtigen, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen.