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Anlage und Pflege eines Präriegartens

Präriestauden brauchen durchlässigen Boden. Schwerer Ton oder Lehm sollte daher durch Beimengung von Sand, Splitt oder Lava durchlässiger gemacht werden.

Nach der Pflanzung wird eine 7 bis 8 cm dicke Schicht dieser Materialien als Mineralmulch um die Pflanzen verteilt. Sie schützt den stellenweise noch nackten Boden vor Erosion und vermindert das Unkrautaufkommen von unten. Unkrautsamen, die von oben einfliegen, keimen zwischen den wärmespeichernden Steinchen allerdings gut.

Anfangs muss also regelmäßig gejätet und gewässert werden. Ist die Pflanzendecke nach spätestens zwei Jahren geschlossen, reduziert sich das Jäten aber auf einen Kontrollgang alle drei Wochen während der Vegetationsperiode. Weiteres Gießen, Düngen, Stäben oder Teilen der Pflanzen ist im Präriegarten nicht nötig. Über den Winter bleibt alles stehen.

Erst Ende Februar/Anfang März wird der gesamte Bewuchs dicht über dem Boden gekappt (bei großen Flächen per Sense oder Freischneider), abgeräumt und kompostiert.

Die meisten Präriepflanzen kommen nur langsam in Schwung. Sie sollten daher von im Frühjahr blühen- den Zwiebelgewächsen ergänzt werden, die locker in der Pflanzung verstreut sind. Meist benötigen diese nicht viel Platz, da sie bald nach der Blüte wieder ein- ziehen. Sehr empfehlenswerte, aus Nordamerika stammende Arten sind die himmelblaue Prärielilie (Camassia cusickii, oben im Bild) und der Nickende Lauch (Allium cernuum). Beide blühen ab Mai.

Viele Präriestauden blühen bis tief in den Herbst hinein. Die Kokardenblume etwa bis Oktober, die Vernonie gar bis November. Auch später, den ganzen Winter über, sind die strukturreichen Fruchtstände der Stauden und Gräser eine Augenweide. Wer Frühblüher gesetzt hat, sollte aber Anfang Februar mähen, damit diese sich ungestört entwickeln können.

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